Crowd-Investing – Projektfinanzierung der Zukunft?

Fortschreitende Technologien der Kommunikation ermöglichen nicht nur eine große Menge neuer Unternehmungen, sondern auch eine neue Art der Finanzierung, das so genannte Crowd-Investing oder auch Crowd-Funding. Übersetzt bedeutet dies so viel wie Schwarminvestition oder Schwarmfinanzierung und beschreibt das Prinzip, sich über eine große Masse an Investoren zu finanzieren.

Ganz neu ist diese Sammlung von Geldern zwar nicht, aber das Internet ermöglicht es nun auch kleinen Investoren und unbekannten Projekten zusammenzufinden.

Für wen sich das Crowd-Funding eignet

Die Finanzierung über einen Schwarm an Investoren eignet sich für Unternehmen und Projekte jeder Größe. Bekanntheit dürfte in Deutschland das Crowd-Funding für den Kinofilm „Stromberg“ erlangt haben, welches innerhalb einer Woche ein Kapital von einer Million Euro einsammeln konnte. Dies war aber nur möglich, weil die eigentliche Serie zum Film eine riesige Fangemeinde hatte.

Für Filmproduktionen, Musikalben, Buchbände oder Spieleserien, deren Produzenten oder Vorgänger schon eine große Fangemeinde haben, ist diese Art der Finanzierung ideal. Unbekannte Künstler und Projekte werden zwar ein kleineres Budget haben, können sich aber mit der richtigen Idee und Qualität neue Anhänger und Investoren erschließen.

Crowd-Investing-Plattformen können das Zusammenfinden der Teilnehmer erleichtern. Bisher finden sich dort zumeist Unternehmen, die der Gemeinschaft dienen, eine aufregende Idee anbieten oder umweltschonende Technologien einsetzen. Aber die Zahl der Künstler steigt.

Die Vor- und Nachteile des Crowd-Investings

Eine Investition von Fans oder Anlegern bietet viele Vor- und Nachteile, die sehr vom Standpunkt des Investoren abhängen. Als Geldanlage verspricht das Crowd-Investing eine sehr hohe Rendite. Dabei liegt die Mindestinvestition bei nur 100 – 250 Euro, welche auch Privatpersonen die Möglichkeit der Teilhabe bietet. Bekannte und kurzfristige Projekte erwirtschaften dabei sehr schnelle Gewinne.

Bei neu gegründeten Unternehmen stellt sich der Erfolg oftmals erst nach einigen Jahren ein, kann dann aber einen vielfachen Wert erreichen. Es besteht aber auch immer das Risiko, dass ein Projekt oder Unternehmen scheitert und das Geld ganz weg ist. Durch sorgfältige Auswahl und Begutachtung der Gründeridee, des Geschäftsplans und der Nachfrage lässt sich dieses Risiko minimieren.

Die Auswahl eines Projektes ist aber oftmals an ideellen Werten und nicht nur an der Gewinnerzielung ausgerichtet. Zukünftig können so die Anhänger von Ideen und Produkten die Arbeit einer Unternehmung unterstützen, die ihnen besonders am Herzen liegt.