Krisen automatisch umgehen mit Trendfolgefonds

Trendfolgefonds zeichnen sich gegenüber normalen Fonds durch eine besonders schnelle Reaktion aus. Schnell reagieren kann allerdings nur, wer aufmerksam beobachtet und die richtigen Schlüsse zieht. Trendfolgefonds richten sich daher in erster Linie an Anleger, die einen stetigen Gewinn bei möglichst geringem Risiko erzielen möchten. Ein Konzept, dass sich bereits in Krisenzeiten ausgezahlt hat.

Was können Trendfolgefonds – und was nicht?

Trendfolgefonds treffen Entscheidungen besonders schnell. Sekundenschnell. Denn hinter den meisten dieser Fonds wird permanent gerechnet, und zwar nicht von Fondsmanagern, sondern von Computern. Diese erkennen und bewerten Trends an den Märkten quasi automatisch und treffen auch die entsprechenden Entscheidungen. Noch dazu sind sie auf allen Märkten aktiv: Aktien, Rohstoffe, Renten und Anleihen werden gleichermaßen gehandelt, wenn die dementsprechenden Signale vom Markt ausgehen. Vor allem in Krisenzeiten haben sich die Trendfolger bereits mehrfach bewähren können, indem sie rechtzeitig aus den Märkten ausstiegen und sich für sicherere Alternativen entschieden.

Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Von der Hausse mitnehmen, was geht, und Kursverluste schnellstmöglich umschiffen. Allerdings können Märkte mit vielen kurzfristigen Schwankungen auch die Trendfolgefonds aufs Glatteis führen. Trotz der hohen Geschwindigkeit muss ein Trend sich erst etabliert haben, also aus vorhandenen Marktdaten berechenbar sein, bevor ein Trendfolgefonds hierauf reagiert. Ein Bauchgefühl gibt es bei Algorithmen freilich nicht. Der Nachteil liegt nun darin, dass die Fonds nie zum Höchstpreis verkaufen und ebenso wenig zum niedrigsten Preis ankaufen. Auch hier hat die Sicherheit ihren Preis.

Es ist also eine Frage der Sensibilität, mit der Trendfolgefonds auf die Gegebenheiten am Markt reagieren. So konnten Fonds wie Top Trend Ami zwar die Finanzmarktkrise umgehen, haben aber eine Reihe an stärkeren Monaten verschlafen. Das Timing ist entscheidend und eine Patentlösung scheint bislang noch nicht gefunden. Anleger sollten gerade in Zeiten häufiger Schwankungen die Nerven bewahren, weswegen Trendfolgefonds auch eher etwas für Profis sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.